Die Dosierung macht das Gift!

FeinstaubEs ist nicht einfach, sich gegen verschmutzte Luft zu schützen. Doch
bereits der erste Schritt, nämlich die Feinstaubbelastung grundsätzlich
zu kennen, stellt einen wesentlichen Teil der Lösung dar. Hinterfragt
man einmal seine Umgebung im Hinblick auf mögliche Feinstaubbelastungen,
können unter Umständen eine Vielzahl von Einflüssen
von Bedeutung sein. Befinde ich mich z. B. in einer außerordentlich
industriell oder landwirtschaftlich genutzten Umgebung? Wohne ich in
der Nähe einer Autobahn oder entlang einer stark befahrenen Straße
im innerstädtischen Bereich? Steht ein Kohlekraftwerk beinahe direkt
in meinem Garten? Falls einer dieser Punkte zutreffend ist, bietet es
sich an, den Feinstaubgehalt zu messen, auszuwerten und entsprechende
Gegenmaßnahmen zu treffen, um die Luftqualität für sich und
seine Liebsten im besten Fall zu verbessern.

Was ist Feinstaub

Feinstaub ist eine komplexe Mischung aus schwebenden festen Partikeln und winzig kleinen Tröpfchen, bekannt als Aerosole, die in der Umgebungsluft vorkommen. Diese Partikel entstehen aus verschiedenen Quellen wie der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, industriellen Prozessen, Landwirtschaft und Verkehr. Die Größe der Feinstaubpartikel beeinflusst, wie tief sie in die Atemwege eindringen können und welche gesundheitlichen Auswirkungen sie haben. Partikel mit einem Durchmesser von 10 Mikrometern (PM10) können in die Nasenhöhle gelangen, während solche mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometern (PM2,5) bis in die Bronchien und Lungenbläschen eindringen können. Ultrafeine Partikel können sogar bis in das Lungengewebe und in den Blutkreislauf gelangen. Die gesundheitlichen Folgen von Feinstaub sind vielfältig und hängen von der Partikelgröße und ihrer Eindringtiefe ab.

Der eingeatmete Feinstaub kann zu Atemwegserkrankungen wie Asthma, Lungenentzündung und Bronchitis führen. Darüber hinaus können ultrafeine Partikel Entzündungsreaktionen im Blutkreislauf auslösen, die unter Umständen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur Folge haben. Deshalb gibt es europaweit Grenzwerte für die Feinstaubgrößen PM10 und PM2,5.

(Quelle:elv.com)